Zuletzt aktualisiert am 23.07.2026
Winter: kurz und intensiv
In der Heizperiode ist Stoß- oder Querlüften meist wirksam: Fenster weit öffnen, Luft austauschen und anschließend wieder schließen. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen Laibungen und angrenzende Bauteile aus und können dort das Schimmelrisiko erhöhen. Feuchte aus Bad und Küche sollte unmittelbar abgeführt werden; Türen zu kühleren Räumen bleiben dabei möglichst geschlossen.
Sommer und Keller
Warme Außenluft kann viel Wasserdampf enthalten. Gelangt sie in einen kühlen Keller, steigt beim Abkühlen die relative Luftfeuchte und Feuchtigkeit kann an kalten Oberflächen ausfallen. Keller sollten im Sommer deshalb bevorzugt dann gelüftet werden, wenn die Außenluft tatsächlich weniger absolute Feuchte enthält als die Kellerluft – häufig nachts oder am frühen Morgen. Unser Luftfeuchte-Rechner hilft beim Vergleich.
Lüften in sanierten und dichten Gebäuden
Neue Fenster und luftdichte Sanierungen verringern unkontrollierte Fugenlüftung. Dann muss der erforderliche Luftwechsel bewusst durch Fensterlüftung oder eine Lüftungsanlage sichergestellt werden. Je nach Maßnahme und Nutzung kann ein Lüftungskonzept erforderlich sein. Lüftungsanlagen benötigen zugängliche Filter und hygienische Wartung.
Was Lüften nicht lösen kann
Lüften beseitigt keine undichte Leitung, aufsteigende Feuchte, Schlagregeneintrag oder ausgeprägte Wärmebrücke. Wiederkehrende feuchte Stellen, Geruch oder Schimmel sind deshalb bautechnisch zu untersuchen. Auch dauerhaft zu niedrige Raumtemperaturen können kalte Oberflächen und hohe Oberflächenfeuchte begünstigen.

