Elektrosmog und Strahlung

Zuletzt aktualisiert am 23.07.2026

Elektromagnetische Felder und Strahlung

Der umgangssprachliche Begriff „Elektrosmog“ fasst verschiedene physikalische Einwirkungen zusammen. Fachlich müssen sie getrennt werden, weil andere Quellen, Messgeräte, Einheiten und Bewertungsmaßstäbe gelten.

Niederfrequente Felder

Elektrische Felder entstehen durch Spannung, magnetische Felder durch Stromfluss. Typische Messgrößen sind Volt pro Meter für elektrische und Tesla beziehungsweise Mikrotesla für magnetische Felder. Abstand, Leitungsführung und Betriebszustand beeinflussen die Messwerte.

Hochfrequente Felder

Mobilfunk, WLAN, Rundfunk und schnurlose Telefone erzeugen hochfrequente elektromagnetische Felder. Bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte sind nach dem von Bundesbehörden dargestellten Kenntnisstand bislang keine gesundheitsschädlichen Wirkungen nachgewiesen; Langzeitfragen werden weiter untersucht.

Ionisierende Strahlung

Radioaktive Strahlung und Radon sind ionisierend und physikalisch von Mobilfunkfeldern verschieden. Radon wird in Bq/m³ gemessen und anhand eines Jahresmittelwerts beurteilt.

Schall und Infraschall

Schall ist eine mechanische Druckschwankung und kein elektromagnetisches Feld. Messung und Bewertung richten sich nach Frequenz, Pegel, Einwirkdauer und Geräuschcharakter.

Eine vorsorgeorientierte Beratung kann ergänzende Zielwerte verwenden. Diese müssen transparent von gesetzlichen Grenzwerten und behördlicher Risikobewertung getrennt werden.

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